Restaurants in der Karibik
Wer auf einem Charterschiff unterwegs ist, kocht oder grillt meist an Bord. Der Nachteil besteht in dem hohen Zeitaufwand: Lebensmittel einkaufen, transportieren, an Bord schaffen, vorbereiten und kochen. Danach folgt der Abwasch, dann Müll mit dem Dinghi wegbringen. Am Anfang ist das romantisch, nach einigen Tagen lästig. Die Zeit an Bord ist zu teuer und wertvoll, um sie mit Einkaufen, Kochen und Aufräumen zu vertun.
Auf den bunten lokalen Märkten werden tolles Obst und frisches Gemüse angeboten. Also fragt man sich: Warum nicht lokale kreolische Küche aus den Früchten des Landes und des Meeres im Restaurant genießen statt selbst an Bord Dosen aufzumachen ?
Kreolische Küche. Das hört sich toll an, aber nur in der Theorie: Die Küche ist fast überall schlecht auf den Inseln, die von Charteryachten besucht werden (zwischen den Jungfern-Inseln im Norden und Grenada im Süden), oft sogar sehr schlecht und dabei meist viel zu teuer, gemessen an Leistung, Qualität und lokalem Einkommen.
Das gilt besonders für Inseln, die früher unter englischer Herrschaft standen. Wo englische Küche Tradition ist, sollte man (normalerweise) nichts erwarten. Gemüse wird gekocht oder gedünstet, weiter nichts. So schmeckt es auch. Fleisch außer Fisch und Huhn ist zäh, denn es kommt aus England.
Auf den französischen Inseln ist es nicht viel besser. Die früher berühmte Französische Küche gibt es heute selbst in Frankreich kaum noch.
Warum? Gute Küche verlangt viel Arbeit, Kreativität und Engagement. Das verlangt man immer von den anderen, aber nicht von sich selbst, also ist die Küche schlecht. Dazu kommt auf den Karibischen Inseln: Wenn die Restaurants für viele Touristen schon viel zu teuer sind, dann sind sie für die lokale Bevölkerung unbezahlbar: Das übliche Gericht kostet rund 45 EC$ plus 10% Service plus oft 7-8% lokale Tax, also rund 53 EC$ = 20 US$. Also sind die Restaurants leer. Also hat man wenige Vorräte. Also wird erst eingekauft und gekocht, wenn der Gast bestellt hat.
In den Führern wird die lokale Küche zwar als "köstlich" und "hervorragend" gelobt, aber das ist kein Maßstab: Die Autoren sind meist Engländer.
Aber es gibt Ausnahmen. Restaurants mit unüblich guter Küche, besonderer Originalität oder gutem Preis/Leistung- Verhältnis konnten wir (2004) empfehlen (von Nord nach Süd). Alle Inseln ohne Eintrag sind nach unseren Erfahrung kulinarische Wüste.
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Ort |
Name |
Bemerkung |
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US Jungfern Inseln |
The Green House |
US Leitung und Bedienung, gut, preiswert, schnell, korrekt, lange happy hour, Zentrum St. Thomas |
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Brit. Jungfern Inseln |
Pusser's |
kleine Restaurant- Kette, gut, relativ preiswert und originell, kennt jeder |
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St. Martin (franz.) |
Marina Dock |
Viele gute Restaurants im offenen Viereck rund um das Marina- Becken, trotzdem preiswert durch Konkurrenz, Ambiente wie am Mittelmeer |
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St. Maarten |
Boathouse |
angenehme Ausnahme zum hier üblichen US fastfood, neben Yachtclub und Hebebrücke Simpson Bay Lagoon |
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St. Kitts |
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Nevis |
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Gouadeloupe |
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Dominika |
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Martinique |
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St. Lucia |
Razmataz |
Indisches Restaurant (US Kette), gepflegt, hervorrage Küche, dazu 8 indische Spezialitäten, hervorragender Service, guter chilenischer Wein, happy hour 17 bis 19 Uhr, für uns eines der besten Restaurants in der Karibik, Rodney Bay gegenüber Hotel Royal St. Lucian. |
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St. Vincent |
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Bequia |
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Canouan |
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Mayerau |
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Union Island |
Lambi's Restaurant |
Das "karibische Oktoberfest", Karibik pur: Große Halle am Wasser für 150 Gäste, oft liegen 2-3 Yachten an seinem Dock, jeden Abend 6 Mann steel band, jeden Abend üppiges Büfett (6 Salate, jede Sorte Gemüse, jede Sorte Fleisch, Nachtisch, Eis mit Rum) aus eigenem Supermarkt und eigenen Herden, oft Limbo Show, alles für 45 EC$ plus 10%, einfach konkurrenzlos. |
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Carriacou |
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Grenada |
Patrick's |
Auf rund 30 Tellern (kreolische Küche) in hervorragender Qualität. Karibik pur an 3 Tischen in winzigem Haus mit winziger Terrasse an der Lagoon Road rechts neben Foodland. Für die herausragende Qualität preiswert. |
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Nutmeg |
Tagsüber Treffpunkt von Einheimischen, Skippern und Kreuzfahrern, gute Rotis, 1. Etage über Foodmarket Supermarkt und Buchhandlung, romantische Aussicht auf die Carenage, die an Mittelmeer- Häfen erinnert. |
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Tobago |
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Trinidad |
Jenny's Bar |
Hervorragendes Restaurant über 3 Etagen in Victorianischer Villa nahe der Savannah Port of Spain mit chinesischer Küche, dabei sehr preiswert. Die oberen Etagen etwas plüschig, die Kellerbar mit Restaurant oft voll, Treffpunkt von Einheimischen (Trinis). |
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