Dinghi
Außerhalb der Tropen verstaut man das Dingi fast immer unter Deck. Man braucht es nur in Notfällen.
In den Tropen gibt es kaum Marinas. Dort wird fast ausschließlich geankert. Ohne Dingi kommt man nicht an Land. Somit ist ein Dingi in den Tropen eines der wichtigsten Dinge an Bord. Entsprechend wichtig ist ihre Qualität, und die ist sehr unterschiedlich:
Die besten Dingis kommen von Caribe und AB. In der Karibik sieht man bei Langzeit Seglern zu 80% Dingis dieser beiden Hersteller. Leider sind sie mit ihrem festen Boden etwas schwer und schlecht zu verstauen, da sie nur teilweise zerlegt werden können. Beides ist vielleicht in Europa oder USA wichtig, aber in den Tropen unwichtig. Dort sind die Dingis tagsüber im Wasser, denn man braucht sie ständig. Abends werden sie in die Davits gehängt oder mit einem Fall an der Bordwand über die Wasserlinie gezogen, um sie vor Diebstahl zu schützen. Am nächsten Morgen sind sie wieder im Wasser.
Schiffe aus französischen Werften, die jeden Herbst über den Atlantik kommen, und auch die meisten Charterschiffe haben traditionell französische Produkte an Bord, also Dingis der Marke Zodiac. Das sind die schlechtesten von allen. Sie zerfallen in der Karibiksonne bereits nach 2 Jahren. Das gilt für alle Dingis aus PVC. Nur Hypalon hält der intensiven Strahlung in den Tropen stand.
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