Nie (aber wirklich niemals !!! ) die gegnerische Versicherung um Rat fragen.


Wer sich von der gegnerischen Versicherung (auch der eigenen) zu seiner Unfallregulierung beraten läßt, begeht den größten Fehler, den man in der Unfallregulierung überhaupt begehen kann.

Die gegnerische Versicherung ist ein Wirtschaftsunternehmen, das nur seinen Aktionären gegenüber verantwortlich ist und nicht dem Unfallopfer. Je weniger die Versicherung aus dem Unfall zahlt, um so besser für die Versicherung und deren Aktionäre, und gleichzeitig um so schlechter für Sie.

Die Versicherung wird immer versuchen, möglichst wenig zu zahlen, klar. Die Versicherung beschäftigt teuer und gut ausgebildete Sachbearbeiter, die sich mit nichts anderem befassen als mit der Abwehr von Schadenersatzansprüchen, ob berechtigt oder nicht. Das sind absolute Profis auf ihrem Gebiet.

Wenn Ihnen also ein freundlicher Sachbearbeiter der Versicherung Ratschläge erteilt, wie Sie sich nach dem Unfall am besten verhalten sollen, ob sie z.B. einen Anwalt oder unabhängigen Sachverständigen beauftragen sollen oder nicht, dann erfolgen diese Ratschläge immer im Sinne der Versicherung und niemals in ihren Sinn. Also glauben Sie kein Wort! Je weniger Sachbearbeiter von Versicherungen an Geschädigte zahlen, um so mehr Lob, Anerkennung und Prämien erhalten sie. Das ist aus Sicht der Versicherungen normal und verständlich, aber nicht gut für den Geschädigten.

Versicherungen sind zwangsläufig Gegner des Geschädigten, nie "fairer Partner", auch wenn sie das manchmal behaupten. Eine Partnerschaft ist schon durch die unterschiedliche Interessenlage ausgeschlossen, da der eine an den anderen zahlen muß. Wie soll derjenige, der zahlen muß, den gut beraten können, an den er zahlen muß?


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